Ich hab da so nen Mitbewohner …
Posted by | Tanja | Posted on | November 5, 2009 | 5 Kommentare
Ich habe selten jemanden erlebt, der so viele rhetorische Fragen stellt, wie er. Mittlerweile habe ich mich schon daran gewöhnt … zwischenzeitlich fand ich es aber auch gar nicht mehr lustig. Eigentlich müssten wir darüber ein Video drehen (er will das nicht), denn es hat einen extrem hohen Unterhaltungswert. Wir essen zusammen. Ich habe gekocht. Zum Beispiel Geschnetzeltes mit frischen Champignons. Er sitzt davor und sagt “Sind da Pilze drin?” (By the way, das kann man sehr deutlich sehen.) Oder … Ich komme mit nassen Haaren aus dem Bad, sagt er “Warst du duschen?” “Neee, hab meinen Kopf in den Klo gehalten. Macht soviel Spaß.” Wir haben da so einige running gags laufen. Spülmaschine und Müll. Irgendwie wollen die Sachen (wenn er sie vom Tisch abräumt) nie in die Spülmaschine. Sie wollen unbedingt auf die Ablage gestellt werden. Wenn ich das dann nicht mehr sehen kann, mache ich es. Fragt er “hast du das Geschirr in die Spülmaschine geräumt?” Sage ich “ne, es ist von selbst reingehüpft. Wollte endlich sauber sein.” Die Müllgeschichte (wir trennen hier den Müll: Altpapier, gelber Sack [so eine blöde Bezeichnung, aber immerhin ist er gelb] und Restmüll. Der gelbe Sacke (da ist er wieder) ist in einem Mülleimer mit Schwenkdeckel. Wenn er dann so voll ist, dass man den Schwenkdeckel nicht mehr schwenken kann, kommt es schon mal vor, dass ich frage, was denn mit dem Müll passiert. (Was in dem Fall dann auch eine rhetorische Frage ist.) Ich glaube ich habe schon solche Antworten bekommen wie “den müsste man wohl mal runter bringen.” Ihr könnt euch schon vorstellen, wie die Frage lautet, wenn ich den Sack dann doch runter gebracht habe … “oh, hast du den Müll runter getragen?” Ich “wie kommst du denn auf die Idee? Er kam vorhin bei mir vorbei und sagte, er wolle an die frische Luft. Ich hab ihm die Tür aufgemacht.” Von dieser Sorte könnte ich massenhaft Beispiele bringen. Wie gesagt, wenn man (in dem Fall ich) sich daran gewöhnt hat, weiß man damit umzugehen. Und wir zwei beiden sind ein richtig lustiger Haushalt.
Comments
5 Comments to “Ich hab da so nen Mitbewohner …”
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November 5th, 2009 @ 20:34
Zum Thema “man” gibt es eine
wunderbare Geschichte von Axel Hacke.
Bekannt durch “Das Beste aus meinem Leben”.
Hier zu hören. Kann ich mir bildlich bei Euch
vorstellen. http://www.youtube.com/watch?v=8JMIFToAdEs&feature=related
November 5th, 2009 @ 21:05
Vielleicht nur ne ausgeprägte Sehschwäche ?
Oder er hat dich perfekt im Griff.
November 5th, 2009 @ 21:07
Wie’n altes Ehepaar …
November 5th, 2009 @ 22:11
@Man(n) – Einer – Jemand: Vielen Dank für den Link. Den kenne ich doch. Hat er nicht ne ganze Zeit lang eine Kolumne im SZ-Magazin geschrieben. Sehr lustig.
@Paul: Er hat einfach nur Spaß dran (und ich auch).
@K.: du müsstest uns mal erleben, wenn wir draußen sitzen, um nach den Hasen zu schauen (was übersetzt heißt “rauchen”; um diese Frage gleich vorweg zu beantworten). *grins*
November 6th, 2009 @ 01:35
Da lässt bestimmt grundsätzlich ER sich Feuer geben. Und der Ascher leert sich merkwürdigerweise auch nicht von alleine… Das bleibt auch so wenn Du als Fitnessvorbild endlich damit aufhörst und er alleine nach den Hasen schaut. Aber wer hält ihm dann die Zigarette und dreht seinen Kopf nach links und rechts um nach eben diesen imaginären Hasen zu schauen ? Nur msl so rethorisch gefragt. Naja, bald gibts ja jede Menge arbeitslose Zivis im 6 Monats-Abo.