What a BrainFuck – 10 Kilometer running … Yeah!
Posted by | Tanja | Posted on | März 6, 2011 | 2 Kommentare
Eine echte Premiere. Ich bin schon viel gelaufen in meinem Leben, aber ich kann mich nicht erinnern, 10 Kilometer am Stück gelaufen zu sein. Was sag ich “gelaufen”, ich bin heute geglitten. Ich hatte mir keine Distanz vorgenommen, als ich von zuhause startete. Ich wollte einfach nur frische Luft schnappen, meinen Körper bewegen und vor allem meinen Geist mit frischem Wind durchpusten lassen. Nach der gestrigen Pleite empfand ich das als notwendig.
Als ich die dritte Runde im Günthersburgpark gelaufen war, wusste ich, dass heute mein Tag ist. Heute kann ich mir Größeres vornehmen. Ich wollte mich nicht unter Druck setzen, merkte aber, dass meine Speicher voll mit Energie sind und dass diese Energie auch rauswollte. ich fühlte mich von irgendeiner Kraft getragen und wahrscheinlich hätte ich noch weiterlaufen können, aber als mir die nette Runtastic-Stimme sagte “10 Kilometer” legte sich ein Schalter im Kopf um, der mir sagte, dass es genug ist. Allerdings. Ich lief nicht schnell, aber sehr gleichmäßig. Egal, ob es bergauf oder bergab ging. Ich behielt die gleiche Geschwindigkeit und konzentrierte mir sehr auf den richtigen Laufstil, um meine Gelenke zu schonen. Das macht unglaublich viel aus, denn es macht überhaupt keinen Spaß hinterher zu leiden, weil irgendetwas weh tut.
Ich bemerkte niemanden um mich herum. Spätestens nach vier Kilometern gab es nur noch mich, den Park, meine Musik und das Laufen. Vielleicht lag es auch an Paul van Dyk oder am Mind Mapping, was ich am Morgen praktiziert hatte. Ich weiß es nicht. Ist aber auch egal. Ich bin happy, dass ich das heute geschafft habe und ich fühle mich so gut danach. Mein Kopf war völlig leer und diesen Effekt kenne ich eigentlich nur vom Schwimmen. Wenn ich 1.000 oder 1.500 Meter am Stück schwimme, gibt es irgendwann auch nur noch mich, das Wasser und meinen Atem. Keine Gedanken, keine Stimmen. Nichts.
Ich kann das nur jedem empfehlen, der sein Hirn leer putzen möchte. Ich weiß nicht, ob es diesen Effekt auch beim Radfahren gibt, aber immerhin weiß ich jetzt, dass ich ihn auch beim Laufen erzielen kann. Guter SonnenTag. Sehr guter Tag.
Comments
2 Comments to “What a BrainFuck – 10 Kilometer running … Yeah!”
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März 6th, 2011 @ 21:19
DAS GEFÜHL kenne ich nur zu gut.
Das war bei meinen ersten 5 Km so, bei meinen ersten 10 und als ich letztens dann die 23 Km Marke geknackt habe, war ich schon im Himmel und dachte “jetzt kann es ruhig zu Ende gehen.
Okay ich war danach 2 Tage außer gefecht aber es wr einfach geil.
Immer weiter machen.
Ich hätte auch nie gedacht jemals 23 Km am Stück zu schaffen. Wirklich NIEMALS im Leben, aber es geht…
http://runtastic.com/de/users/Daniel-Pool/sport-sessions/1431129-laufen-2011-02-26
Runtastsic ist übrigens auch meine Lieblings App…
Gruß Daniel
März 7th, 2011 @ 12:14
Ich bin ja eigentlich gar nicht so der Läufer, aber das Wetter animiert mich. Die Temperatur ist zwar noch ein wenig eisig, aber irgendwie perfekt für meinen Organismus. Keine Ahnung, ob ich eine weitere Herausforderung in Sachen Distanz benötige. Mal schaun …