My way BACK from Hana!
Posted by | Tanja | Posted on | September 3, 2011 | Keine Kommentare
Ich mag ja nicht so die Touri- Dinger und habe mich sehr bewusst dagegen entschieden, eine geführte Tour nach Hana zu machen. Die Concierge in meinem Hotel meinte, ich sollte auf jeden Fall eine Tour buchen, um alle Highlights zu sehen. Ich bin so froh, dass ich das nicht gemacht habe. Nicht Hana, sondern der Weg dorthin ist das Besondere. Auf der Strecke gibt es viele Punkte, an denen man Halt machen sollte, um sich Wasserfälle, besondere Ausblicke, schöne Strände etc. anzusehen. Um tatsächlich nichts zu verpassen, habe ich mir einen Tour-Guide auf CD geholt. Ab in den CD-Player und es kann losgehen. Die Blechlawine rollte gen Osten … oh man. Ja, in meinem Reiseführer stand etwas davon. Man solle früh starten, um an den einzelnen Punkten einen Parkplatz zu bekommen und um wenigstens 10 mph zu fahren.
Ich startete um 9.00 h (offensichtlich viel zu spät) und befand mich mitten in der rollenden Blechlawine. Egal, ist ja Urlaub, ich habe ja Zeit. Nach der vierten oder fünften Attraktion schaltete ich den CD-Player aus und entschied mich, die Tour intuitiv zu fahren und dort zu halten, wo ich Lust hatte. Das Ende vom Lied, ich habe kaum angehalten, weil ich den Touri-Koller bekommen habe. Das war definitiv nichts für mich.
Mal abgesehen von den vielen Menschen ist es traumhaft schön (wie die ganze Insel). Dickster Urwald, unglaubliche Pflanzenvielfalt und wunderschöne Ausblicke werden dargeboten. Ich war dennoch froh, als ich das Hauptstück hinter mir hatte und machte erst mal einen Break. Immerhin war ich schon rund drei Stunden Auto gefahren. In Hana gönnte ich mir eine Auszeit und genoss einen schwarzen Strand.
Dann kam die Entscheidung. Same way back oder doch durch das Niemandsland. Die Concierge sowie Leute, mit denen ich gesprochen hatte, rieten mir davon ab, weil die Straße unbefestigt ist und es teilweise ganz nah am Abgrund entlang geht (ohne Absperrung). Außerdem würde die Versicherung der Autovermietung nicht zahlen, wenn mir etwas auf dieser Strecke passiert. Hey, Tanja ist doch Mrs Adventure und was wäre ein Urlaub ohne Abenteuer, Nervenkitzel und vor allem … endlich ohne die vielen Menschen, die mit der Kamera auf der Suche nach der nächsten Attraktion sind. Ich musste also nicht lange nachdenken und entschied mich durch die Wüste (ich nenne das mal so) zu fahren. Die Strecke fängt östlich bei Hana an und geht an der südlichen Küste entlang wieder Richtung Norden und dann Westen.
Hier sieht man, dass man sich auf einem Vulkan befindet. Überall Lava, schwarze Strände mit Lavagestein, deutliche Überreste vom letzten Vulkanausbruch vor rund 200 Jahren. Sehr genial. Ich hab mich fast nicht mehr eingekriegt. Ok, es gab Streckenabschnitte, die mir tatsächlich etwas Angst machten. Es ging teilweise sehr steil bergauf oder bergab und es passte definitiv nur ein Auto auf die “Straße”. Abgesehen davon begegnete mir auch kaum ein anderes Auto. Ich dachte nur mal ganz kurz nach, was ich wohl machen würde, wenn etwas passiert und ob denn irgendwann mal jemand vorbeikommen würde. Aber es ging immer weiter und ich habe es wirklich richtig genossen. Das war auch Maui und ich bin sehr froh, dass ich das gemacht habe.
Als ich nach sieben Stunden Autofahrt wieder zurück im Hotel war, war ich ganz schön platt, aber happy. Ein gelungener Ausflug und ich kann es nur jedem empfehlen. Ich weiß nicht, ob ich es ein zweites Mal machen würde, aber trotzdem hat es sich gelohnt. Wer jetzt gerne Bilder von den Attraktionen sehen möchte, kann sich HIER durchklicken. Schon tausend Mal fotografiert … nur nicht von mir
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Tags: Entdeckung > Freude > Glück > Reisen > Schönheit > Urlaub
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