Tanja's Universe

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Was soll ich sagen?!?

Posted by | Tanja | Posted on | September 8, 2011 | 2 Kommentare

Ich bin wieder in Deutschland angekommen oder sagen wir es mal so: mein Körper ist wieder hier, aber der Rest tickt noch anders. Immerhin konnte ich bis 5.00 h schlafen und das waren ganze 7 Stunden, nachdem ich 48 Stunden fast ohne Schlaf war. Als ich kürzlich aufwachte, wusste ich nicht so richtig wo ich bin. Kein Wunder nach einer solchen Reise.

Die Begrüßung am Flughafen war etwas niederschmetternd, weil es die Condor dann doch nicht geschafft hat, mein Gepäck mitzunehmen. Und dabei hatten sie mir in Anchorage versichert, dass es auf der Maschine sein wird. Nun, es lohnt nicht, sich aufzuregen. Es bleibt die Hoffnung, dass mein Koffer innerhalb der nächsten 3 Tage geliefert wird. Der nette Herr am lost & found Schalter hat mir versichert, dass nur einer von tausend Koffern nicht mehr auftaucht. Jetzt heißt es Daumendrücken und abwarten. Eine neue Erfahrung, aus einem zweiwöchigen Urlaub zurückzukommen und nicht vor einem Wäscheberg zu stehen.

Ans Schlafen war nach meiner Rückkehr auch zum Glück nicht zu denken, weil ich direkt einiges zu erledigen hatte. 2 Stunden mit dem technischen Support von Alice zu telefonieren, weil das WLAN in der Wohnung nicht funktionierte, war nur eine der herausfordernden Tätigkeiten gestern … Es geht wieder und ich hoffe, dass das auch so bleibt!

Ist es schon die richtige Zeit, ein Resümee zu ziehen? Ich denke schon! Alles in allem kann ich sagen, dass die 2 Wochen voller wunderschöner Eindrücke waren. Oregon, mein Vater und die Ausflüge waren ein genialer Auftakt und ich bin mir sicher, dass ich bald wieder dorthin fliege. Ich konnte vorher noch gar nicht sagen, was da auf mich zukommt, weil einfach sehr viel Neues bevorstand. Ich kann aber sagen, dass Salem – die ganze Gegend rund um Portland – sehr schön und eine Reise wert ist. Landschaftlich ein Traum und die Menschen dort sind sehr bodenständig und freundlich. Das Highlight war und bleibt, dass ich meinen Vater nach 3 Jahren endlich wiedergesehen habe und das habe ich jeden Moment genossen.

In Hawaii sollte jeder mal gewesen sein! Man kann zwar – von Deutschland aus gesehen – fast nicht weiter in die “Vergangenheit” fliegen, aber es lohnt sich. Gestern im Flieger nach Frankfurt unterhielt ich mich mit einer Frau aus Alaska und sie fragte mich, warum ich denn nach Hawaii geflogen bin. Wir hätten doch in Europa so viele schöne Fleckchen. Als ich ihr aber dann vorschwärmte wie anders und besonders Hawaii ist – die Landschaft, das Meer, die Menschen, die Eindrücke, die Entspanntheit, das Hula Hula und natürlich das gelebte Hang & Loose, stimmte sie mir zu und konnte auch verstehen, warum man dorthin reist.

Ich hatte viel Zeit auf Maui und als ich irgendwann mal meine deutsche Eigenschaft des “Verplanens” abgelegt hatte, konnte ich mich auf die Insel, den Rhythmus und das Leben einlassen. Ich stellte mir schon die Frage, ob ich dort leben wollen würde. Ich meine so richtig. Mit arbeiten und so. Ich hatte mich auf Maui mit einigen Ortsansässigen unterhalten und jeder sagte sehr schnell: “Komm doch einfach hier her. Es lässt sich gut leben und du kannst doch überall arbeiten.” Es war wirklich interessant, dass sich da alle einig waren … nur ich nicht.

Ich glaube ich wäre einer der Menschen, die einen Inselkoller bekommen würden. Man ist an einem der schönsten Fleckchen der Welt, und trotzdem reden wir von einer sehr begrenzten Insel. Abgesehen davon lebt sich diese tolle Entspanntheit sehr gut im Urlaub, wenn man keine Verpflichtungen hat. Was ist aber, wenn man Geld verdienen muss, um zu leben? Wenn man nicht mehr in einem “Room with Ocean view” verweilt, jeden Tag sauber gemacht wird und man sich nur darum kümmert, was als nächstes auf dem Speiseplan steht? Dann sieht das doch ganz anders aus. Und was das angeht, kann man jedem Ort der Welt nennen, an dem man sich im Urlaub befindet. Es ist eine andere Situation und nicht vergleichbar mit dem “echten Leben”.

Also nein, ich wandere nicht aus. Noch nicht ;)

Schon sehr spannend, dass ich im Urlaub immer wieder feststellen kann, dass ich “deutscher” bin als ich dachte. Ich mag es einfach, wenn ich mich auf Dinge verlassen kann, wenn es gewisse Strukturen gibt, die das Leben einfacher machen (für mich) und über die ich nicht immer wieder aufs Neue diskutieren muss. Ich bin hier im Ländle doch mehr verwurzelt als ich mir manchmal selbst zugestehe. Allerdings habe ich soviel von der Welt noch nicht gesehen und vielleicht gibt es ja Orte, an denen ich mich sofort zu Hause fühlen würde. Abschließend kann ich sagen, dass mein Reisehunger für’s Erste gestillt ist und dass ich wieder zu Hause angekommen bin!

Von Alaska kann ich nicht viel sagen. Ich habe nicht viel von der Stadt gesehen und Alaska ist so groß, dass ich mir niemals ein Urteil erlauben würde. Die meisten deutschen Urlauber, die mit mir zurückgeflogen sind, waren allerdings zum Fischen dort und brachten ihre “Beute” auch mit nach Hause. Diese Art von Urlaub steht jedenfalls nicht auf meiner Wunschliste.

Der Urlaub ist vorbei und jetzt heißt es, mich wieder in der Zeit einzufinden, um ab Montag voll durchstarten zu können. Ich freue mich auf meine lieben Kunden und das Training und ich versuche das Insel-Feeling – wie ich es nenne, die Aloha-Stimmung – so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Eine Eigenschaft, die ich auf jeden Fall mitgenommen habe. Take it easy und alles ist gut :-) !

Comments

2 Comments to “Was soll ich sagen?!?”

  1. Favicon Amelie Klever
    September 8th, 2011 @ 20:16

    Toller Artikel. Hat mir echt Spaß gemacht zu lesen, ganz großes Kompliment.

  2. Favicon Tanja
    September 8th, 2011 @ 22:51

    Vielen lieben Dank, Amelie! So etwas lese ich immer wieder gerne!


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