Warum ich mich heute ganz besonders als Glückskind fühle.
Posted on | Februar 20, 2012 | 4 Kommentare
Ein Montag wie jeder andere. Die Woche startete ganz normal, außer dass ich nicht schon um 6.30 h meinen ersten Termin hatte. Die Sonne schien und ich wollte den Tag mit einem Power-Training beginnen. Alles fertig und nix wie los. Ich setzte mich in mein Auto, drehte den Schlüssel um und es tat sich nichts. Nein, stimmt nicht. Zuerst machte der Motor noch ein paar Geräusche und dann versagte einfach alles. Es ist mehr als 10 Jahre her, dass ich diese Situation das letzte Mal erlebt habe. Das war mit meinem alten Renault 5, der muckte schon mal hin und wieder. Mit dem Saab habe ich das bisher noch nicht erlebt (klopf auf Holz). Jetzt sagt nicht “es ist immer das erste Mal”, so etwas will man in dieser Situation nicht hören.
Was tat ich also? Zuerst rief ich meinen Cousin an. Er bleibt immer ganz cool und kennt sich aus. Seine erste Idee war “Batterie ist leer”. Dann erzählte ich ihm aber, dass ich Freitag noch ein langes Stück gefahren bin und auch Samstag das Auto in Betrieb hatte, außerdem ging das Licht noch und die Lampen am Armaturenbrett läuchteten auch noch. Hm, wie soll jemand am Telefon eine Diagnose stellen? Wie bekommt man aber jetzt ein Auto, das keinen Mucks mehr von sich gibt, in eine Werkstatt? Wenn man zudem noch nicht mal im ADAC ist.
Ich telefonierte rum. Bei Saab, bei Pitstop, ich rief sogar bei der Taxi-Zentrale an, die mir dann sagten, dass die Taxis heutzutage keine Starthilfen mehr geben, weil die Autos zu viel Elektronik hätten. Ich hatte keine Idee. Und dann fiel mir die Tankstelle um die Ecke ein, bei der ich auch sehr oft tanke. Ich lief also dorthin und fragte, ob mir jemand Starthilfe geben könnte. Fehlanzeige. Aber dann sagte einer der Herren, dass sie versuchen, Pietro anzurufen. Er hätte eine Werkstatt unweit entfernt und wenn er Zeit hat und da ist, hilft er bestimmt gerne.
Pietro war zum Glück erreichbar und – welch Glück – sogar gerade auf dem Weg zur Tanke. 5 Minuten später stand er da mit seinem Alfa GTA (sowas von getuned) und lachte mich an. “Alles halb so wild, wir schaukeln das Baby schon.” So etwas macht tatsächlich Mut in einer solchen Situation. Er nahm mich mit zu seiner Werkstatt, wir holten das Starthilfekabel und fuhren zu meinem Auto. 2 Minuten später schnurrte mein Auto wieder. Juhuuu, es war die Batterie und sonst nichts Schlimmeres.
Die Batterie war nicht nur schwach, sondern auch komplett leer. Das heißt, ich brauchte eine neue. Die war zum Glück auch noch vorrätig (die letzte passende) und Pietro baute sie sofort ein. Für den Einbau hat er nichts genommen. Auch nichts für die Hin- und Herfahrrerei. Nur für die Batterie musste ich zahlen.
Eine Stunde später schnurrte mein Auto wieder. Ich war wieder mobil und ich habe mich so sehr über das Anspringen meines Wagens gefreut. Echte Glücksgefühle. So happy.
Die Batterie war die erste, wurde vorher noch nie ausgetauscht. Dafür hat sie sehr lange gehalten und meiner Meinung nach hätte es nicht besser laufen können. Zum Glück konnte mir voher niemand helfen, denn ansonsten wäre ich nicht auf Pietro gestoßen und würde jetzt nicht eine Werkstatt in der Nähe kennen, die unkompliziert, nett, freundlich und vor allem human ist. Leider gibt es keine Website, ansonsten hätte ich sie sehr gerne verlinkt.
Ein guter Tag!
Comments
4 Comments to “Warum ich mich heute ganz besonders als Glückskind fühle.”
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Februar 20th, 2012 @ 17:23
Aha!
Februar 20th, 2012 @ 17:33
Und wie heißt die Tankstelle? Falls ich da unterwegs bin, weiß man ja nie..
Februar 20th, 2012 @ 17:59
Das ist die Agip Tankstelle, Dorfelder Straße, Ecke Comeniusstraße
Februar 20th, 2012 @ 18:01
Dein Name gefällt mir …