Tanja's Universe

Only Movement leads to Movement

Ja, es gibt auch noch andere Ausdauertrainings außer laufen!

Posted by | Tanja | Posted on | März 14, 2012 | Keine Kommentare

Wenn der Rücken, die Knie und eventuell die Hüften schmerzen, sollte man tunlichst vom Joggen absehen. Ich weiß, es gibt viele Menschen, die es lieben, am besten vor der Arbeit ein paar Runden im Park zu laufen. Das macht den Kopf frei, füllt die müden Zellen mit Sauerstoff und gibt einem ein richtig gutes Gefühl. Aber was bringt dieses gute Gefühl, wenn der Körper danach schmerzt? Der Preis ist hoch – wie ich finde.

Ich höre es immer wieder “ich habe keine Alternative, alles andere ist langweilig und bringt auch nicht soviel”. Jetzt kommt es darauf an, was es bringen soll. Wenn es um den reinen Kalorienverbrauch geht, stimme ich nicht zu, denn auch andere Sportarten bringen einen ähnlichen Kalorienverbrauch, sind gesünder für die Gelenke, können teilweise auch draußen ausgeübt werden und sind vor allem auch noch teilweise ganzheitlicher. Und auch bei anderen Sportarten kann man entspannen, abschalten und zur Ruhe kommen. Das Sich-Auspowern kommt eh immer auf den Sporttreibenden selbst an. Man kann sich auch beim Treppensteigen, Schwimmen, Fahrradfahren, Tanzen, Walken und Inlineskaten extrem verausgaben.

Mein Orthopäde berichtete mir, dass er viele junge Patienten betreut, die mit 25 schon einen oder mehrere Bandscheibenvorfälle haben, weil sie das Lauftraining einfach übertrieben haben. Die meisten von uns haben Fehlstellungen in der Wirbelsäule. Einen gewölbten oberen Rücken, eine Lordose im unteren Rücken oder sogar beides. Nicht selten haben wir das von Geburt an und können mit Training dagegenwirken. Wenn es aber zu Dauerbelastungen durch permantes Laufen kommt, kann man noch so viel Rückentraining machen, die Stoßbelastungen durch das Laufen sind einfach zu groß und das Rückenleiden beginnt. Abgesehen davon sehe ich sehr viele Jogger im Park, die gar nicht wissen, wie man richtig läuft. Da tut mir schon beim Zusehen der Rücken und die Knie weh, weil die Laufbewegung immer über die Ferse abläuft.

Warum sich also quälen, wenn es gute Alternativen gibt? Ich finde keinen Grund dafür.

Hier einmal eine Aufstellung des Kalorienverbrauchs am Beispiel einer Person, die 70 Kg wiegt und 30 Minuten trainiert:

Radfahren (mittelschnell): 336 Kcal
Schwimmen (Kraul, schnell): 427 Kcal
Walking (mittelschnell): 193 Kcal
Tanzen (sportlich, also nicht nur von einem auf das andere Bein): 245 Kcal
Inlineskaten: 245 Kcal
Joggen (mittelschnell): 350 Kcal

Wie ihr sehen könnt, liegen Radfahren, Schwimmen und Joggen sehr nah beieinander. Einfach mal ausprobieren. Dann kann man immer noch dagegen sein. Und nicht schon nach dem ersten Mal aufgeben. Manchmal braucht es etwas länger und wenn ihr der Sache eine Chance gebt, findet ihr vielleicht sogar Spaß daran.

Eine gute Trainingseinheit zeichnet sich NICHT dadurch aus, dass man sich danach kaputt und schlecht fühlt. Man kann sich ausgepowert fühlen, aber durch die Endorphine, die man während der Einheit getankt hat, sollte man sich besser fühlen. Ansonsten ist Sport Mord und gehört zu einem lästigen Übel und nicht zu einer erquickenden Beschäftigung, die das Leben bereichert.

 

Comments


Leave a Reply





  • Twitter RSS Feed RSS Feed
  • Seite übersetzen

      Translate to:

  • Archive

      Alle Beiträge
  • Login