Great abs are made in the kitchen.
Posted by | Tanja | Posted on | April 19, 2012 | Keine Kommentare
Ich sehe immer und immer wieder viele Menschen, die sich am Boden auf dem Rücken quälen und hunderte von Crunches absolvieren, in der Hoffung eines Tages endlich einen Sixpack zu haben. Abgesehen davon, dass das nicht funktionieren wird (die Bauchmuskulatur besteht nicht nur aus den geraden Bauchmuskeln), bekommen zu viele Crunches auf Dauer auch nicht der Haltung. Wir sitzen sowieso schon viel zu viel und fördern damit die vorgebeugte Haltung. Wenn wir jetzt auch noch tagein tagaus Crunches machen, verstärken wir diese Haltung immer mehr. Wir ziehen uns bei den Crunches vorne zusammen und der “Buckel” wächst.
Wenn du auch zu den Menschen gehörst, die glauben, dass man einen Waschbrettbauch nur mit Crunches erzielen kann, muss ich dich leider enttäuschen. Leider ist es nicht die hundertste Wiederholung der Auf- und Abbewegung mit dem Rücken auf dem Boden und dem Kinn in Richtung Decke. Das sichtbare Waschbrett – wie es so gerne genant wird – wird in der Küche gemacht. Wenn deine Ernährung schlecht oder einseitig ist, wird sich der Erfolg – wenn überhaupt – sehr, sehr langsam einstellen – ganz egal wie hart du deine Bauchmuskulatur trainierst.
Es geht bei der Ernährung ganz bestimmt nicht “nur” um die Gewichtsreduktion (wenn man einen Waschbrettbauch möchte). Es geht auch um den Körperfettanteil. Manche Menschen müssen Gewicht verlieren und andere sind in der “einfacheren” Situation und müssen “nur” ihre Rumpfmuskeln entsprechend trainieren.
Einige Menschen können sehr schnell Körperfett reduzieren – auch hierbei spielen genetische Voraussetzungen eine Rolle – aber es gilt für alle das Gleiche. Eine kontrollierte Ernährung ist das A und O. Vollkornprodukte mit vielen Ballaststoffen, mageres Eiweiß in Form von Geflügel, Hülsenfrüchten oder Milchprodukten, Früchte, Gemüse und andere nicht industriell verarbeitete Lebensmittel, die im Tagesdurchschnitt ein kalorisches Defizit erzeugen, bringen dich schneller an dein Ziel.
Wenn es gar nicht anders geht, müssen Kalorien gezählt werden. Natürlich ist ein starker Wille und viel Disziplin nötig, aber man kennt ja das Ziel und wenn einem wirklich etwas am Waschbrettbauch – und damit an den “freigelegten” Bauchmuskeln liegt – muss man dafür hart arbeiten.
Einen Waschbrettbauch bekommst du nicht über Nacht und natürlich muss – neben der abgestimmten Ernährung – ebenfalls ein effektives Training erfolgen.
Ein kleiner Tipp: Setze dir kleine Ziele, fange im Supermarkt beim Einkaufen und in der Küche an. Dokumentiere deine Mahlzeiten und damit deine Veränderungen und bleibe dabei. Gib nicht auf! Die ersten kleinen Erfolge werden dich bei der Stange halten und entweder entfacht das große Feuer und du bleibst bis zum Waschbrettbauch dabei oder du entscheidest auf dem Weg, dass es das “Opfer” nicht wert ist. Wie auch immer du dich entscheidest, es ist ok.
Wenn du gesund abnehmen möchtest, ernähre dich ausgewogen, so dass deine Muskeln nicht leiden.
Merke: 500 g Gewichtsverlust bedeuten 3.500 Kalorien, die du weniger zu dir nehmen darfst. Das heißt, ein halbes Kilo pro Woche weniger, bedeutet 500 Kalorien pro Tag weniger konsumieren. Anmerkung: beim Kalorienzählen ist es zu Beginn natürlich sehr wichtig, dass du deinen Grundbedarf und deinen Gesamt-Energiebedarf errechnest, so dass du von der richtigen Basis ausgehst.
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