Funktionelles Training – mal ganz einfach erklärt.
Posted by | Tanja | Posted on | April 25, 2012 | 2 Kommentare
Es ist wie bei vielen anderen Sachen auch. Man hat tagtäglich damit zu tun und es ist für einen selbst ganz normal, aber andere wissen gar nicht was es bedeutet. Was bedeutet “funktionelles Training” eigentlich, für was ist es gut und warum sprechen so viele davon? Ich werde gerade jetzt sehr oft darauf angesprochen, weil mein geplantes Gruppentraining diesem Trainingsprinzip folgt und natürlich wollen Interessierte wissen, wie sich das Training zu anderen Kursformaten unterscheidet.
Ich mache es an Bildern deutlich.
Stelle dir zuerst folgendes Bild vor:
Ein Bodybuilder im Fitness-Studio. Er steht vorm Spiegel, hat in jeder Hand eine 20 kg Kurzhantel und macht damit nun isolierte Bicep Curls. Nachdem er das getan hat, legt er sich auf die Bank und macht mit 60 kg Bankdrücken. Als nächstes setzt er sich auf eine Bank mit 30 Grad Neigung, hat wiederum zwei 20 kg Kurzhanteln in den Händen und macht damit nun eine Brustübung (wie Butterfly). So geht es weiter. Viel Gewicht, aber immer nur isolierte Übungen. Das heißt, er trainiert immer nur eine Muskelgruppe.
Jetzt kommt’s. Ihm fällt sein MP3-Player auf den Boden. Er muss sich bücken. Dummerweise ist der MP3-Player auch noch unter das Hantel-Regal gefallen. Jetzt wird es schwierig. Denn jetzt bräuchte man ein wenig Flexibilität und Beweglichkeit. Glaubt mir, es sieht lustig aus, weil die Muskelberge eher im Weg sind und durch viele verkürzte Muskeln die notwendige Flexibilität einfach nicht mehr vorhanden ist.
Ein anderes Bild:
Stell dir einen Golf- oder Tennisspieler vor. Stell dir die dreimindensionale Bewegung vor, wenn der Spieler abschlägt. Beim Abschlag – und auch schon in der Vorbereitung des Abschlags – aktiviert der Spieler automatisch mehrere Muskelgruppen. Hier wird in Ketten gearbeitet. Angefangen von den Schultern, dem Rumpf, der Hüfte, den Beinen, bis hin zu den Fußspitzen.
Im Prinzip folgt das funktionelle Training genau solchen Bewegungen. Das Beispiel Golf ist sehr gut, weil es eine typische Abschlagsbewegung gibt, aber auch Golfer haben sehr oft mit der einseitigen Belastung zu kämpfen. Umso mehr benötigen sie funktionelles Training, um den ganzen Körper – und nicht nur eine Seite – zu trainieren.
Funktionelles Training macht geschmeidig, flexibel, stabil, beweglich, kraftvoll und nicht zuletzt ausdauernd. Es unterstützt die Bewegungen des alltäglichen Lebens und sogar spezieller Sportarten (je nachdem was der Mensch macht und wünscht). Beim funktionellen Training werden immer mindestens 2 Muskelgruppen herangezogen. Somit entsteht nur in den seltensten Fällen eine isolierte Bewegung. Man benötigt deutlich mehr Konzentration und genau das ist es, was ein gutes Training ausmacht. Das Gehirn arbeitet mit.
Abgesehen davon macht funktionelles Training eine – wie ich finde – sehr schöne Figur. Wenn man weiß, wie es ausgeführt wird, kann man einen sehr schönen, athletischen Körper bekommen. Das Wichtigste dabei ist, dass der ganze Körper trainiert wird. Wenn man es richtig macht, kann man sämtliche Haltungsschäden beseitigen und auch andere körperliche Beschwerden oder Schmerzen auflösen.
Nur eines ist wichtig, man muss wissen, wie man es ausführt. Diese Art des Trainings sollte auf jeden Fall von einem ausgebildeten Trainer gelernt werden, denn man kann auch falsch trainieren.
Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich das isolierte Training nicht schlecht finde. Ich selbst trainiere hin und wieder isoliert und mit mehr Gewicht. Ich arbeite und trainiere immer nach dem Prinzip, Abwechslung und unterschiedliche Reize setzen, ist das A und O. Der Körper, die Muskeln sollen sich nicht an Bewegungen gewöhnen und sie damit im Schlaf ausüben (dann wird der Effekt geringer). Der Körper braucht immer wieder neue Impulse und deshalb variiere ich das Training immer und immer wieder.
Wenn noch Fragen zum funktionellen Training offen sind, ich beantworte sie sehr gerne. Einfach eine E-Mail schicken.
Comments
2 Comments to “Funktionelles Training – mal ganz einfach erklärt.”
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April 25th, 2012 @ 13:33
was ist das auf dem mittleren bild für ein ball?
April 25th, 2012 @ 15:32
I Reebok Medizinball, sehr genial mit Griffen. Dieser im Bild hat 7 Kg.