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Training mit kulturellem und kulinarischem Lerneffekt. Hier: Zypern.

Posted by | Tanja | Posted on | April 29, 2012 | 1 Kommentar

Ich liebe diese Trainingseinheiten am Samstagmorgen. Es ist immer wieder eine Bereicherung, es macht Spaß und ich lerne jedes Mal etwas Neues dazu. Seitdem ich den Film “Zimt und Koriander” gesehen und meinem Kunden, der ursprünglich aus Zypern kommt, davon erzählt habe, reden wir sehr gerne über die Kultur, die Zusammenhänge und das Essen von/aus Zypern. Ich habe mich nie sonderlich stark für die geschichtlichen Hintergründe interessiert, aber das ändert sich gerade sehr, weil es einfach unglaublich spannend ist.

Aber abgesehen von den kulturellen und geschichtlichen Hintergründen bekomme ich immer wieder neue Rezeptideen mit auf den Weg und auch schon mal etwas selbst Gebackenes. So geschehen am Samstag.

Das orthodoxe Osterfest bezieht sich auf eine andere Zeitrechnung und deshalb feierten zum Beispiel Menschen aus Zypern eine Woche später das Osterfest. Dieses ist eines der wichtigsten Feste im Jahr, zu dem sich die ganze Familie versammelt. Es gibt viele Traditionen und Vorbereitungen und ich finde es sehr schön, dass das auch hier in Deutschland so gelebt wird und ich etwas davon haben kann. So lernt man die Welt kennen, ohne an allen Orten gewesen zu sein.

Schon letztes Jahr zu Ostern bekam ich ein zyprisches Flaoune geschenkt. Diese Tradition wiederholte sich dieses Jahr wieder und ich freute mich sehr darüber.  Flaoune ist ein Brot, das mit Käse gefüllt ist. Zubereitet wird es am Karfreitag, gefüllt mit Pafitiko, einem Käse, der extra für die Flaounes hergestellt wird. Wenn sie frisch aus dem Ofen kommen, können die Kinder sie am Ostersonntag mit in die Mitternachtsmesse nehmen. Sobald der Sonntag erreicht ist, dürfen sie verspeist werden.

Ein Flaoune ist bestimmt keine Diät-Nahrung, weil es durch den Käse sehr gehaltvoll wird, aber es schmeckt sehr lecker. Es ist mal etwas anderes und ich habe es am Samstag sehr genossen. Ich habe in Deutschland noch nie etwas Vergleichbares gegessen und kann es nur empfehlen.

Mal abgesehen von den Flaounes, finde ich immer größeres Gefallen an der orientalischen Küche. Die vielen wunderbaren Gewürze und Kräuter. Die Kombination und die tollen Geschmackserlebnisse, die bei der Zubereitung entstehen, sind einfach klasse. Es ist eine echte Faszination geworden und ich werde mich sicher noch mehr mit dieser Küche beschäftigen. Denn es geht bei der Verwendung von Gewürzen und Kräutern nicht nur um den Geschmack, sondern auch darum, welche Auswirkungen das Essen auf unser Gemüt und unser Wohlbefinden haben kann. Ein kleines bißchen davon und noch ein wenig davon kann schon Großes bewirken und die Gemüter sind nach dem Essen erst einmal beruhigt.

Ich will mehr wissen und mich auf Reisen begeben. Es ist so herrlich, wenn man sich mit fremdländischen Kulturen und Gebräuchen beschäftigt. Eine echte Bereicherung. Und wenn man dann noch das Glück hat, authentische Menschen zu kennen, die mit einer Begeisterung von “Zuhause” erzählen, dass man das Gefühl hat, man wäre vor Ort, dann ist alles perfekt. Ich liebe es!

Hier auch der deutsche Trailer zum Film Zimt und Koriander (sehr empfehleswert)!

Comments

One Comment to “Training mit kulturellem und kulinarischem Lerneffekt. Hier: Zypern.”

  1. Favicon juniqueen
    April 30th, 2012 @ 18:17

    Danke für den Filmtipp, sieht sehr interessant aus!


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