Tanja's Universe

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Tag 1 – Auszeit in der Natur – und doch so nah am Training.

Posted by | Tanja | Posted on | September 2, 2012 | 2 Kommentare

Nein, nein, ich werde jetzt nicht von jedem Tag im einzelnen berichten. Wobei, mal schaun, wenn es sich ergibt, ich Lust und Zeit und vor allem etwas zu erzählen habe. Warum nicht ;-)

Der Tag heute (oder doch schon gestern) stand ganz im Zeichen der Natur. Es sollte in den Garten gehen. Der Garten meines Bruders, hinter dem Haus meiner Mutter. Ein Monster-Garten. Es gibt immer sehr viel zu tun und das war auch schon vor 30 – und wahrscheinlich auch schon vor 100 – Jahren so. Bei diesem Grundstück handelt es sich um das Elternhaus meiner Mutter und ich kann mich noch sehr lebhaft erinnern als wir als Kinder im Garten gespielt, oder unserem Großvater bei was auch immer geholfen haben. Es gab immer etwas zu tun. Immer. Und das ist auch heute noch so.

Leider lässt es die Zeit nicht immer zu und deshalb ist der Garten nicht wirklich bewirtschaftet. Früher gab es alles, was das Obst- und Gemüseherz begehrt. Heute wachsen viele große Bäume und eine Rasefläche, in die locker 3 Fußballfelder hineinpassen, dominieren das Bild.

Es war genial. Wir haben Bäume zurückgeschnitten, komplett verwucherte Ecken freigeschnitten und ich habe den teilweise kniehohen Rasen gemäht. Sehr, sehr lustig. Ich musste dabei an eine Übung denken, die man am Kabelzug trainiert. Sie heißt tatsächlich “lawn mower” (Rasenmäher) und ich hing teilweise auch am Kabel des Rasenmähers, um ihn zu starten. Genauso eine Cross-Fit-Übung, bei der man einen Schlitten mit Gewichten vor sich herschiebt. Stell dir eine unebene Fläche mit kniehohem Gras vor und dann frage noch einmal nach einem Fitness- oder Cross-Fit-Studio. Braucht es nicht. Es braucht nur einen Garten. Heiko lachte als er mich den Grasbehälter immer und immer wieder ausleeren sah und meinte “gute Schulterübung”. Was heißt hier Schulterübung? Ich habe meinen ganzen Körper gespürt und nach 3 Stunden Rasenmähen fällt dir auch nichts mehr ein. Irgendwann sagte ich zu Heiko: “Opa hat jetzt bestimmt seinen großen Lehnsessel in der ersten Himmelsreihe aufgestellt und schaut dem aktiven Treiben mit einem Funkeln in den Augen zu.”

Es war herrlich. Ich habe mich wohl gefühlt. Die Unterarme und Unterschenkel brannten von den Brennnesseln (uuui, ein Wort mit 3 “n”) und ich hatte überall kleingehäckseltes Gras. Egal, so ist sie, die Mutter Natur. Sie findet immer ihren Weg und wenn man gar nichts machen würde, könnte man irgendwann nicht mehr in den Garten gehen. Alles wuchert und spriest in die Höhe und Breite.

Lach, soviel zum Thema “weniger trainieren”. Das wird jetzt nicht jeden Tag so werden, aber für heute passte es perfekt.

Ein traumhafter Tag!

Comments

2 Comments to “Tag 1 – Auszeit in der Natur – und doch so nah am Training.”

  1. Favicon Pooly
    September 2nd, 2012 @ 18:36

    Cooler Artikel, schade das heute so wenige Menschen noch selber ihre Gärten bewirtschaften. Okay liegt vielleicht daran das sich heute ein Durchschnittsverdiener so ein geniales Grundstück nicht mehr leisten kann. ;)

    Meine Eltern haben auch noch für heutige Verhältnisse ein relativ großes Grundstück, aber leider auch keine Zeit noch selber Obst und Gemüse anzubauen.

    P.s: Von wegen Training: Kein Wunder das Landschaftsgärtner meistens eine Top-Figur haben ;)

  2. Favicon Tanja
    September 6th, 2012 @ 10:48

    Huch, über die Freude meines neuen MacBooks hab’ ich irgendwie vieles verpasst. Du hast kommentiert ;-) . Danke.
    Ja, es ist wirklich schade, dass die Garten-Mentalität so geschwunden ist. Wer hat schon ein solches Grundstück und selbst, wenn man es hat, ist es tatsächlich ein Zeitfaktor. Wir waren am Samstag mindestens 6 Stunden beschäftigt. Und wir haben kaum Pausen gemacht. Aber Spaß macht es!


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