Tanja's Universe

Only Movement leads to Movement

Die Sache mit dem Stoffwechsel.

Posted by | Tanja | Posted on | September 8, 2012 | Keine Kommentare

Wie wahrscheinlich schon einige mitbekommen haben, mache ich gerade Urlaub. Ich habe viel Zeit und genieße jeden Augenblick. Ich lese, bin viel draußen, sitze einfach nur im Café, schaue mir Menschen an und tue nichts. Entspannung pur. Ich beschäftige mich aber auch mit Dingen, zu denen ich normalerweise nur selten komme. Ich informiere mich, lese und recherchiere. Meistens bin ich im Leben so drauf, dass ich nichts verurteile, das ich nicht kenne. Ich informiere mich, teste, mache mich schlau und wenn ich meiner Meinung nach ausreichend Informationen gesammelt habe, bilde ich mir eine Meinung. Diese kann sich übrigens morgen schon wieder ändern, aber für den Augenblick ist es dann meine Meinung.

Einige von euch haben bestimmt schon von Metabolic Typing gehört? Diese Art der Ernährung zielt darauf ab, dass man das isst, was zu einem passt, was der eigenen Natur entspricht. Grundsätzlich ein guter Gedanke. Absolut. Allerdings habe ich in der Vergangenheit ein paar Ernährungspläne von unterschiedlichen Personen gesehen, die die Metabolic Diet gemacht haben und kam zu dem Entschluss, dass es wieder eine neue Diät, eine neue Modeerscheinung ist, denn letztlich geht es um die richtige Verteilung von Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten.

Jetzt habe ich mich intensiver mit der Thematik auseinandergesetzt und habe eine Entdeckung gemacht, die ich phänomenal finde. Ich habe ein gutes Buch (Metabolic Typing von William L. Wolcott und Trish Fahey) entdeckt und es studiert. Darin ist auch ein Test enthalten, der Aufschluss darüber geben soll, welcher Typ man ist. Also, ist man eher der Eiweiß-, der Kohlenhydrat- oder der Mischtyp. Ich habe diesen Test gemacht, fand ihn schwierig, weil einige Fragen/Beispiele so gar nicht passten und ich dennoch eine Antwort geben sollte. Was kam raus? Ich bin ein Mischtyp. Das war klar. Warum?

Ganz einfach, ich bin ein Typ, der alles isst. Zu jeder Mahlzeit nehme ich (fast immer) alle Nährstoffe zu mir. Intuitiv. Und das ist das Phänomen. Seit einigen Jahren verändert sich meine Ernährung. Sicher, das hat auch mit meinem Beruf zu tun, dass ich mich damit beschäftige, welche Nährstoffe für Sportler gut sind, was bringt Energie, welche Fette braucht mein Körper und, und, und. Wenn ich mir allerdings die Liste der Nährstoffe ansehe, die für mich als Mischtypen geeignet sind, dann ernähre ich mich dementsprechend. Ich beobachte meinen Körper, ich versuche ihm zuzuhören und ich gebe ihm, wonach er verlangt. Damit fahre ich sehr gut. Es geht mir gut und meisten habe ich viel Energie. Also, alles richtig gemacht.

Ich selbst sage immer zu meinen Kunden, dass ich nicht an den Standard für alle glaube, weil wir alle viel zu individuell sind. Die Meinung, dass man abends keine Kohlenhydrate essen soll, oder bis mittags am besten nur Eiweiß – aber bitte keine Milchprodukte, puuuuh, alles unglaublich anstrengend. Ich empfehle, sich die Zeit zu nehmen, um herauszufinden, was man wirklich braucht, um sich gut zu fühlen. Es kann gut sein, dass ein Mensch, der sich durch viele Diäten gequält hat, eine falsche Körperwahrnehmung hat und dass wir diese zuerst einmal wieder ins Lot bringen müssen, aber dennoch glaube ich fest daran, dass wir alle wissen, was gut für uns ist.

Das Buch ist gut und es erklärt sehr verständlich worum es geht. Das unterstütze ich. Es macht bestimmt auch Sinn, sich mit dem Thema auseinander zu setzen, um herauszufinden, was man mag, was gut für einen ist und was nicht, aber es braucht dazu keine Computeranalyse.

Ich teste mich selbst immer mal wieder aus. Ich verzichte z. B. hin und wieder auf Kohlenhydrate und beobachte dann wie mein Körper reagiert. Er mag das gar nicht. Genauso verzichte ich auf Fleisch (in meinen Fall Geflügel oder Fisch), um herauszufinden, ob mein Verlangen nachlässt. Natürlich lässt das alles nach, aber tut es mir gut? Das ist doch die entscheidende Frage. Wenn ich zu einer Mahlzeit alle Komponenten der Nährstoffe zu mir nehme, nach denen es mir verlangt und in der Menge, die ich will, um satt und befriedigt zu sein, dann bin ich happy und habe viel Energie. Ich kann dann stundenlang ohne Nahrung auskommen. Ohne Hunger und ohne Verlangen. Erst, wenn ich anfange, absichtlich auf etwas zu verzichten, weil ich es testen will, oder weil ich eine neue Methode ausprobiere, merke ich, wie mein Körper rebelliert. Wie er energielos wird und Heißhunger entwickelt. Das ist übrigens der Zustand, wenn das Hirn aussetzt, weil der Körper einen Notstand ausgerufen hat und um jeden Preis seine Bedürfnisse befriedigt haben will. Ich mag diesen Zustand nicht und deshalb gebe ich ihm zu den für mich normalen Mahlzeiten all das, was er braucht.

Ich rede übrigens bei den Nährstoffen und Nahrungsmitteln nicht von schlechten Fetten (wie z. B. Frittierfett) oder von Süßigkeiten, Chips, Kuchen und was sonst noch dazugehört, sondern von all den für mich guten Sachen, die zu einer ausgewogenen Ernährung dazugehören. Wenn ich meinen Körper entsprechend ernähre, entwickelt er keinen Heißhunger, ich bin leistungsfähiger, habe viel mehr Energie – fühle mich einfach besser.

Es ist definitiv nicht leicht, in diesem Ernährungs-Dschungel das für sich Passende und Richtige herauszufinden, aber es geht und es lohnt sich. Aber – und das ist auch eine klare Erkenntnis in meinem Leben – nicht nur die Persönlichkeit, sondern auch der Stoffwechsel verändert sich. Deshalb muss man sich von Zeit zu Zeit immer mal wieder selbst überprüfen. Die Frage nach eine Mahlzeit “bin ich satt, zufrieden und energievoll?” kann schon helfen. Je nachdem wie die Antwort ausfällt, kann man so weitermachen, oder sollte man seine Ernährung verändern.

Guten Appetit und vor allem – viel Genuss beim Essen – für ein schönes, energievolles Leben.

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