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Absolut empfehlenswert – “Ziemlich beste Freunde”

Posted by | Tanja | Posted on | September 13, 2012 | Keine Kommentare

Das muss unbedingt Erwähnung finden!. Ich hatte es ja leider nicht geschafft, diesen fantastischen Film “Ziemlich beste Freunde” im Kino zu sehen. Immer wieder vorgenommen und doch nicht geschafft. Deshalb war ich sehr froh, als ich ihn als Leihvideo bei iTunes entdeckte. Er ist direkt auf Nummer 1 geklettert und am Sonntag war es dann soweit. Sonntagmorgen-Programm: Home-Kino.

Ein französischer Film und dann auch noch beruhend auf einer wahren Begebenheit. Das sind Voraussetzungen, die einen absolut guten Film versprechen lassen. Nicht immer, aber schon oft.

Ich bin von Anfang an gefesselt gewesen. Sensationell gute Schauspieler, alles so authentisch und glaubwürdig. Ich bin eingestiegen und während der 110 Minuten kein eines Mal ausgestiegen. Das Telefon konnte klingeln, ich musste auf Toilette … alles musste warten. Ich wollte nichts verpassen und im Bann “gefangen” bleiben.

Die Grundgeschichte ist ganz einfach erzählt. Ein reicher Franzose, der durch einen Sport-Unfall querschnittgelähmt ist, sucht eine neue Ganztagsbetreuung und da kommt er ins Spiel. Der schwarze Driss. Er will den Job eigentlich gar nicht. Er braucht nur eine Unterschrift für’s Arbeitsamt, damit er sein Arbeitslosengeld bekommt. Doch es kommt anders. Er wird engagiert und geht den Deal ein. 4 Wochen probearbeiten und dann wollen sie weitersehen. Die beiden haben soviel Spaß und es entwickelt sich tatsächlich eine Freundschaft. Driss nimmt die Behinderung von Philippe als normal an. Er macht kein großes Ding draus. Im Gegenteil, manchmal vergisst er sogar, dass Philippe gar nichts machen kann und behandelt ihn wie einen gesunden Mann. Das gefällt Philippe besonders gut.

Driss bringt wieder Freude, Licht und Glück ins das Leben von Philippe und es tut beiden so gut, zusammen zu sein. Die beiden haben ein wirklich fantastische Zeit, Philippe lacht viel mehr als sonst und das Grandiose ist, dass Driss – trotz seiner Herkunft, seiner nicht vorhandenen Ausbildung und seiner Hautfarbe – dennoch ganz er selbst ist. Der Kaiser von China hätte vor ihm stehen können, er bleibt sich treu. Sehr bemerkenswert. Und wenn das in der wahren Geschichte nur halb so wahr war, so ist es schon wunderbar. Ich habe soviel gelacht, wurde nachdenklich, hatte kurzzeitig Tränen in den Augen – vor lachen und vor weinen.

Dieser Film bietet einfach alles und das Schöne ist, dass er aufzeigt, dass eine Behinderung gar nichts bedeutet. Natürlich bedeutet es eine riesengroße Einschränkung für den Menschen, der die Behinderung hat, aber wenn man sich dann dennoch mit seinem Leben arrangiert und sich nicht permanent selbst bemitleidet, kann man sehr viel Spaß haben und trotzdem sein Leben genießen.

Abgesehen von dem Kernthema “der Behinderung” ermutigt der Film auch einmal mehr, dass man sich immer treu bleiben sollte, denn dann wird man auch so akzeptiert, muss sich nicht verstellen oder verbiegen.

Ich gebe dem Film 5 Kino-Sterne und ich bin mir sicher, dass ich ihn mir noch einmal ansehen werde. Es gibt immer wieder Neues zu entdecken und lachen kann ich über diese Witze bestimmt immer und immer wieder. Übrigens, bei der Szene in der Oper, wenn das grüne Männchen singt und Driss sich kaputt lacht, konnte ich nicht mehr aufhören zu lachen :)

Hier auch der deutsche Trailer:

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