Für Brotesser und Low-Carb-Jünger – das Fitnessbrot, das satt macht und vor allem Biss hat.
Posted by | Tanja | Posted on | September 17, 2012 | Keine Kommentare
Das ist wirklich eine Entdeckung. Dieses Brot riecht nicht nur lecker, es schmeckt auch fantastisch, man hat richtig etwas zu kauen, es hat viele Ballaststoffe, bringt den Stoffwechsel in Schwung und ganz wichtig, es hat sehr viel Eiweiß. Ob nur mit Butter (Mandel- und/oder Kokosbutter gehen auch), mit Käse, Wurst, Marmelade, Schokocreme oder ganz pur – es ist ein Genuss und es macht satt. Die beste von allen Botschaften: es ist wirklich kinderleicht, man braucht nur etwas Geduld beim Backen. Kein Gehvorgang, keine langen Pausen, alles zusammenmischen, ab in den Ofen, auskühlen lassen und genießen. Das Brot hat sehr wenig Kohlenhydrate, da einfach keine (oder wenige Inhaltsstoffe) Kohlenhydrate enthalten. Weiter hat es wenig Fett und das Fett, das enthalten ist, ist gutes Fett (von den Samen, Nüssen, Soja etc.). Ihr könnt viel Eiweiß erwarten. Durch die Eier, den Quark, das Sojamehl und – je nachdem – auch durch die Samen und Nüsse.
Ich finde ja, dass die Eiweißbrötchen und das Brot, die man derzeit in der Bäckerei kaufen kann, etwas dürftig schmecken. Manchmal geht es, aber wenn man gerne richtig zubeißt und vor allem gerne richtig abbeißt, ist das Ess-Erlebnis nicht so phänomenal. Da ich aktuell viel Zeit habe und auch willens bin, so viel wie möglich auszuprobieren, habe ich das unten stehende Rezept getestet. Etwas abgeändert und werde es im nächsten Versuch morgen noch einmal tunen.
Die Zutaten für ein – wie ich finde – kleines Brot (von der Höhe der Scheiben etwa halb so hoch wie ein gekauftes Vollkorn- oder Körnerbrot):
100 g Mandelmehl (das ist wichtig!)
100 g Leinsamen
3 EL Sojamehl oder Vollkorn-Dinkelmehl (Sojamehl hat mehr Eiweiß)
2 EL Sesam oder Sonnenblumenkerne und/oder Kürbiskerne
Es können außerdem Nüsse, z. B. Haselnüsse oder Mandeln dazugegeben werden (je nach Gusto)
6 EL Weizenkleie
1 Pck. Backpulver
1 TL gestr. Salz
etwas Brotgewürzmischung (das macht den Brotgeschmack aus)
250 g Quark (20 % Fett)
5 große Eier (Größe L)
Fett und Backpapier für die Form
Den Backofen auf 160° vorheizen. Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel gründlich verrühren. Dann die Eier und den Quark in einer anderen Schüssel glatt rühren und die trockenen Zutaten langsam unterrühren.
Eine Kastenform oder auch eine andere Form (die aber nicht zu groß sein sollte, es sei denn man nimmt die doppelte Menge an Zutaten, aber Achtung, dann verändert sich die Backzeit) ausfetten, mit Backpapier auslegen (dann hat man weniger Fett am Teig), den Teig einfüllen. Das Brot ca. 80 – 90 min. bei 150 – 160°C backen.
Am besten das Brot auch nach der regulären Backzeit noch im warmen Ofen lassen. Dann zieht es so richtig durch und ihr könnt sicher sein, dass es durchgebacken ist.
Meine Schwestern sagten, es riecht nach Nusskuchen. Meine Mutter sagte, es riecht nach einer Mischung aus Brot und Kuchen. Egal, es schmeckt nach Brot und es kann als solches genutzt werden.
Ich werde im nächsten Versuch noch Haselnüsse und Kürbiskerne untermischen, da ich den nussigen Geschmack besonders liebe. Außerdem erhält mein Brot ein Kürbiskern-Topping (ich stehe total auf geröstete Kürbiskerne).
Gesund, gesund und so geschmackvoll. Da weiß man was man hat – ganz sicher keine Geschmacksverstärker oder chemischen Zutaten. Alle “speziellen” Zutaten kann man bei Basic, im Reformhaus oder in jedem andern Bioladen bekommen. Da gibt’s keine Ausreden. Ich habe mittlerweile ein paar gute Online-Adressen aufgetan, wo ich meine Zutaten direkt ins Haus geliefert bekomme.
Gutes Gelingen – und wenn ihr es ausprobiert, lasst mich wissen wie es war und wie es euch schmeckt. Bin doch neugierig auf andere Meinungen.
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