Laufen befreit.
Posted by | Tanja | Posted on | September 23, 2012 | 3 Kommentare
Ich bin ja eigentlich nicht so sehr der Läufer, aber hin und wieder renne ich dann doch durch den Park und genieße es sehr. Ich achte dabei darauf wie ich laufe, so dass ich meine Wirbelsäule und auch meine Hüft- und Kniegelenke so weit wie möglich schone. Abgesehen von der Lauftechnik, versuche ich geregelt zu atmen und niemals auf Beton zu laufen.
Heute Morgen waren die Bedingungen sehr gut, oder vielleicht war ich auch einfach nur in einer sehr guten Verfassung. Ich fand die kühle Luft sehr angenehm, machte große Schritte und beschleunigte sogar einige Male als es bergauf ging. Meine Lunge pfiff, meine Beine wurden nach fünf Kilometern etwas schwerer und dennoch wollte ich weiterlaufen. Es bläst den Kopf durch. Beim Laufen ergeht es mir mittlerweile ähnlich wie beim Schwimmen. Ich konzentriere mich nur darauf, was ich gerade tue, denke über nichts nach und fühle in mich hinein.
Meistens höre ich dabei fetzige Musik, in deren Takt ich meine Schritte machen kann und die mich motiviert und zu noch größeren Leistungen antreibt. Mein Laufbegleiter ist runtastic. Eine App, die ich irgendwann mal ausprobiert habe und seitdem sehr überzeugt von ihr bin. Es geht mir dabei überhaupt nicht um das Network, das dahintersteht. Ich bin mittlerweile in so vielen Netzwerken, dass ich bei noch einem tatsächlich den Überblick verlieren würde. Deshalb bin ich auch noch nicht bei Nike gelandet. Zurück zur App. Sie sagt mir genau das, was ich brauche. GPS-gesteuert trackt sie meine Strecke und sagt mir jeden Kilometer, den ich zurückgelegt habe inkl. Zeitbedarf an. Das ist alles was ich brauche. Dazu – und das ist neu – fängt die App auch an zu jubeln, wenn ich die 3- oder 5-Kilometer-Grenze geknackt habe. Das ist sehr lustig und ich lache immer wieder, weil es doch überraschend kommt. Zwischenzeitlich gibt es noch den Klassiker “Go go go” – etwas übertrieben, aber trotzdem gut.
Am Ende des Trainings kann ich noch eingeben wie ich mich gefühlt habe, wie das Wetter war und wie mein Durchschnitts- sowie Maximalpuls während des Laufens war. Da meine Pulsuhr gerade in der Reparatur ist, muss ich darauf verzichten. Allerdings kenne ich meinen Körper so gut, dass ich einschätzen kann, ob ich noch aerob oder schon anaerob trainiere.
Heute waren es 6 Kilometer in rund 40 Minuten. Gar nicht so übel. Das heißt, 6:37 pro Kilometer. Wenn ich das noch verbessern kann, bin ich irgendwann bei 10 Kilometern in der Stunde. Da ich nicht vorhabe einen Marathon zu laufen, ist das doch ein gutes Ziel.
Ja, und es befreit. Es ist Bewegung an der Luft und die Adern füllen sich merkbar mit Sauerstoff. Ein tolles Gefühl. Und dann habe ich auch noch gelernt, etwas für die Muskelentspannung nach dem Laufen zu tun. Ohne Stretching und Foam Roller verklebt die Muskulatur in meinen Waden relativ schnell. Seitdem ich regelmäßig stretche und mit dem Roller arbeite, habe ich keine Beschwerden mehr.
Ich kann es sehr empfehlen. Allerdings sollte nicht jeder zwingend laufen. Für manche Menschen ist es nicht gut und fördert nur vorhandene Schwachstellen im Körper. Also, bevor du dir jetzt die Turnschuhe anschnallst und in den Park rennst, frage dich, ob du weißt, was du da tust und wie du es tust.
Viel Spaß!
Comments
3 Comments to “Laufen befreit.”
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September 23rd, 2012 @ 17:05
Der Mensch ist für’s Laufen gebaut. Deswegen tut’s so gut
September 23rd, 2012 @ 19:07
… und warum machen es dann nicht viel mehr Menschen
September 23rd, 2012 @ 22:17
Lauf-Apps sind für den Anfang ganz gut, aber je länger die Strecken desto mehr nervt mich die ganze Technik. GPS Uhr und fertig, ohne Musik.
Siehe: http://www.pooly.net/warum-ich-lauf-apps-nichts-abgewinnen-kann/