Tanja's Universe

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Heute Morgen. Ein Kampf. Ich habe gewonnen!

Posted by | Tanja | Posted on | September 25, 2012 | Keine Kommentare

Ja, es gibt auch solche Tage in meinem Leben. Nach einem sehr schönen (aber doch etwas ausschweifenderem Abend) gestern, hat sich mein Schweinehund heute Morgen sehr stark aufgebäumt. Als ich aufwachte und feststellte, dass es schon wieder stark nach Regen aussieht, lachte mein Schweinehund verschmitzt und sagte “na na na na na, ich werde wohl heute gewinnen, bei dem Wetter jagt man ja doch keinen Hund (erst recht keinen Schweinehund) vor die Tür.”

Erst mal hatte er es geschafft. Ich lümmelte weiter im Bett, schälte mich dann aus den Laken mit direktem Weg in die Küche, wo ich mir einen Kaffee machte. Die Teufelchen-Engelchen-Diskussion ging gleich wieder los. “Komm schon, du kannst doch auch mal einen Tag ausfallen lassen. Immerhin warst du gestern bei Regen draußen und hast sogar noch 30 Minuten Core-Training gemacht. Chillen ist heute angesagt.” Die andere Stimme, das Engelchen, sagte: “Nix da, du hast es dir vorgenommen. So etwas lassen wir erst gar nicht einreißen. Wenn du nicht raus gehst zum Laufen, dann machst du dein Training eben zu Hause.” Hin und her und hin und her. Manchmal sehe ich die beiden sogar auf meinen Schultern sitzen und schaue ihnen amüsiert zu. Aber nur manchmal, denn heute Morgen war es nervig.

Ich nahm meinen Kaffee und taumelte ins Wohnzimmer. Direktes Ziel Couch. Hach ja, das Leben kann so schön sein. Ich nippte an meinem Kaffee und da waren sie schon wieder. “Hey, ich habe keine Lust mehr. Könnt ihr mal aufhören und mich in Ruhe lassen.” Das genau waren meine Gedanken. Ja, ich weiß, hört sich etwas schizophren an. Kann sein, dass ich manchmal mehrere Seelen in mir wohnen habe, die alle zu Wort kommen (wollen).

Dann sah ich ihn direkt vor Augen. Wie er so da saß. Dick, aufgebläht und glücklich über seinen Erfolg mit einem breiten Grinsen im Gesicht und voller Genugtuung. Mit einem Ruck setzte ich mich auf, nahm einen Stift zur Hand und machte mir einen Trainingsplan. “Das kann doch nicht sein, dass mich dieser dicke Kerl so manipuliert. Wer ist denn hier der “Herr” im Haus?”

Nachdem der Plan geschrieben war, gab es keine Ausreden mehr. Ab in die Sportklamotten und los ging’s. Ich kann euch sagen. Es fiel mir schwer. Der erste Satz war ein Kampf und in meinem Kopf tobten die Stimmen. Unfassbar, das habe ich nicht oft, aber heute Morgen ging es wirklich ab.

Bätsch, ich hab es durchgezogen. 3 Sätze mit 10 Übungen. 30 Minuten Training. Schweiß, schmerzende Muskeln und … ein Lächeln im Gesicht. Ja, so war es.

Ich bin stolz. Heute Morgen ganz besonders. Ich kenne ihn auch, diesen Schweinehund und er kann sich ganz schön breit machen. Er hat dann unglaublich viele Argumente, die sich in dem Moment ganz plausibel anhören. Aber nicht mit mir. Das Erfolgserlebnis fühlt sich dann gleich doppelt so groß an.

Ein illustrer Start in den Tag mit einem positiven Bilanz so far.

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